Die Grundausbildung zum Canyonführer ist auf zwei Module aufgeteilt, die am Stück absolviert werden.
Modul
1 ist der Basiskurs der Führerausbildung und der erste Schritt zum
Titel des "Canyonführer Assistent CEC". Das Modul teilt sich in zwei
Bereiche und damit verbunden auch in zwei Destinationen um das optimale
Umfeld für die Ausbildung zu schaffen. Die ersten drei Tage finden in
Augsburg/D statt und haben die WW-Ausbildung in Theorie und Praxis und die Überprüfung der Zugangsvoraussetzungen zum
Schwerpunkt. Darauf folgt ein Umzug nach Schnepfegg/A, wo der
Ausbildungsschwerpunkt der letzten 4 Tage auf die Seiltechnik und
zahlreiche Theoriethemen gelegt wird.
In
diesem Ausbildungsabschnitt wird didaktisch das Wissen auf dem Niveau
der
"Lernphase" und vereinzelt der "Vertiefungsphase" vermittelt,
d.h. alles
wird sehr detailiert studiert und einzeln schon in Variationsmustern
trainiert. Der geplante systematische Wechsel unterschiedlicher
Belastungen (physisch/psychisch) führt zu einem effektiven Einsatz der
Methodik und Didaktik, immer optimal auf das Lernziel ausgerichtet.
Modul 1+2 haben insgesamt 174 Ausbildungsstunden, mit einem etwas geringeren Theorieanteil in Modul 2.
Kursverlauf
- Freitag bis Sonntag : Modul 1, WW-Ausbildung in Augsburg
- Montag bis Donnerstag : Modul 1, weitere Basisthemen
- Samstag bis Donnerstag : Modul 2, vertiefende Themen
- Freitag : Abschlussprüfung : Theorie und Praxis
- Die Termine zu den Kursen stehen auf jeder Webseite rechts in der Rubrik "Kalender".
Zugangsvoraussetzungen
- Polizeiliches Führungszeugnis ohne relevante Einträge
- Ärztliches Attest, das die Sport- und Tauchtauglichkeit bestätigt
- Erste-Hilfe-Ausbildung (mind. 16 Std.), die nicht älter als 2 Jahre ist
- Sportliche Leistungen (dienen zur Orientierung und werden in genau dieser Form nicht überprüft):
- 3000 m Laufen
- 100 m Schwimmen
- 20 Liegestütz (Männer)
- 10 Klimmzüge (Männer)
- Abtauchen in 5m Tiefe mit Druckausgleich (freie Technikwahl)
- Canyoningerfahrung (10 Touren)
- Persönliche Ausrüstung laut Ausschreibung
Erwartungen an die Teilnehmer
- optimale Vorbereitung vor (Zugangsvoraussetzungen erfüllen,
vollständige Ausrüstung mitbringen) und während des Kurses
(Tourenmanagement)
- absolutes Teamwork
- 100% Engagement, Biss und Disziplin
- Aufgeschlossenheit, Selbstkritk
- Verpflichtung zum Selbststudium (die Ausbildung ist ein Studium, dessen
Informationsmenge ohne selbständig erstellte schriftliche Dokumente nicht in Erinnerung
behalten werden kann)
- Kommunikativ
- Umsichtiges und sicherheitsbewusstes Handeln


Programminhalte (grober Ausschnitt)
- WW-Ausbildung
- Materialkunde
- Pädagogik
- Prävention, Antizipation
- Individuelle Einschätzung der physischen und psychischen Situation
- Grundlagen Kommunikation
- Rettung (Fremd- und Selbstrettung)
- Effizientes Bewegen im WW
- Strömungslehre
- Hydraulik
- Atemtraining
- Tauchen, Springen, Rutschen
- Risikomanagement
- Führungsmanagement
- Panik
- Ertrinken
- Erste Hilfe
- SAFER
- Versicherung
- CEC-Struktur
- weitere Ausbildungsthemen
- Materialkunde
- Anatomie, Sportphysiologie
- Erste Hilfe (durch Arzt mit CEC-Ausbildung)
- Training- und Bewegungslehre
- Konditionelle und koordinative Fähigkeiten
- Unfall, Rettung, Recht und Versicherung
- Unfälle
- Briefing
- Meteorologie
- Fitnesstraining
- Seiltechnik, Knoten
- Trittschulung
- Führungsmanagement
- Standplätze
- Strategie
- Tourenvor- und nachbereitung
- Klettern
- Trittschulung
- Abseiltechniken (inkl. Verzögern und Blockieren)
- Praxisübungen auf Tour
- Orientierung (klassische und moderne Mittel)
- Verbandsstruktur
- Pädagogik
- Psychologie
Alle
Teilnehmer werden täglich bewertet. Die Tagesleistung wird in
verschiedene Gebiete aufgeteilt, die pro Teilnehmer auf einem Formular
vermerkt und ausgehängt werden. Somit ist jeder Teilnehmer täglich über
seinen Leistungsstand und vor allem seine Schwächen und Entwicklung informiert und kann
daran arbeiten.
Bewertung
Es
werden in den verschieden Schwerpunktgebieten Schulnoten von 1 bis 5
vergeben. Am Ende von Modul 1 wird nur der Gesamteindruck bewertet,
wogegen am Ende von Modul 2 eine umfangreiche Theorie- und
Praxisprüfung zu bestehen ist.
Hauptaugenmerk wird gelegt auf :
- Soziales Verhalten
- Praktisches Können und theoretisches Wissen
- Sportlichkeit
- Engagement
Auch wenn es sehr schwer zu bewerten ist, kann ein Teilnehmer trotz
sehr guter technischer Leistungen den Kurs nicht bestehen, wenn er
soziale Mängel aufweist. Dies baut auf der Erkenntnis auf, dass im
späteren Beruf der Kunde im Vordergrund steht und nicht die sportlichen
Herausforderung eines Canyons. Natürlich wird trotzdem viel Wert auf
das Beherrschen der Techniken gelegt ohne die eine Pädagogik nutzlos
wäre.
Wer Modul 2 erfolgreich besteht kann nun das
Führungspraktikum angehen. 10 Touren sind nach bestimmten Regeln zu
absolvieren. Mehr dazu steht im Bereich "Praktikum". Ist dies geschafft, wird der Titel "Canyonführer-Assistent CEC" verliehen.
Modul
3 kann ab dem Ausbildungsjahr 2005 nicht sofort im Anschluss besucht
werden ! Es wird erst das Führungspraktikum verlangt. Muss sich jedoch
binnen 2 Jahren zu Modul 3 anmelden.
Detail information in English for modul 1+2 in september 2006 (350 kb/ko)
Detailinformationen in Deutsch für Modul 1+2 im Mai 2006 (350 kb/ko)
(Acrobat Reader 6 oder 7 wird benötigt)
Klicke hier, um eine Karte mit den Kursstandorten aufzurufen Click here to open a map with all course spots
In den Kursen für das Jahr 2006 ist die Übernachtung und Verpflegung nicht mehr enthalten. Diese müssen vor Ort direkt entrichtet werden. Es ist mit ca. 35 Euro pro Tag zu rechnen.
Please notice: in the course prices 2006 fullboard and lodging is not included anymore. These fees have to be payed on location. The costs are around 35 Euro per day.
18.08.2006
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