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| Verhaltensregeln beim Canyoning |
CEC Verhaltensregeln für naturverträgliches Canyoning.
Im Rahmen der Tourenplanung und des Briefing der Gäste vor Beginn der Tour sind folgende Fragestellungen für den Canyoningführer von Bedeutung:
- Welche Schluchten sollte ich begehen?
- Wann sollte ich diese Schluchten begehen?
- Wie soll ich mich und die Gäste bei der Begehung verhalten?
Vor diesem Hintergrund ergeben sich daraus folgende Empfehlungen:
1. Parken
Nutzung von ausgewiesenen Parkmöglichkeiten, kein „wildes“ Parken“ oder Blockieren von Zufahrten. Im Zweifelsfall nachfragen. Auch der Weg zum Einstieg gehört zur Tour dazu!
2. Zu- und Ausstieg
- Bei Zu- und Ausstiegen sollen, soweit möglich, vorhandene Fahr- und Wanderwege benutzt werden. Fahrverbote sind zu respektieren.
- Das Betreten und Verlassen von Schluchten soweit auch aus Sicherheitsgründen möglich nur an einer einzigen Stelle, z.B. Brücke oder Wehr. Das schützt die Vegetation und minimiert Störungen.
3. Abfälle
- Grundsätzlich keine Abfälle hinterlassen. Da die meisten Schluchtbäche nährstoffarm sind und auf jeglichen Nährstoffeintrag empfindlich reagieren, zählt dazu auch die eigene Notdurft.
4. Gruppengröße
- Nur in Kleingruppen gehen und bei größeren Gruppenstärken die CEC Selbstbeschränkung von max. 15 Gästen bei geschlossenen Gruppen beachten. Großgruppen belasten den empfindlichen Lebensraum länger und intensiver.
5. Reglementierungen
- Akzeptanz bestehender Einschränkungen. Bei der Tourenplanung rechtzeitig Informationen einholen. Nur so können bestehende Widmungen beibehalten werden und bestehende Reglementierung neu verhandelt werden.
- Schluchten mit stark ausgeprägtem Moosbewuchs im Gewässer und an Wasserfällen sollen generell nicht begangen werden, da sie trittempfindliche Lebensgemeinschaften beherbergen.
- Eventuell vorhandene Sperrzeiten bestimmter Schluchten zur Brut- oder Laichzeit von Vögeln oder Fischen sind zu respektieren.
6. Führung und Verhalten im Canyon
Schluchten stellen häufig vom Menschen weitgehend unberührte Lebensräume dar. Respektvoller Umgang mit der Natur sollte hier selbstverständlich sein. Hierzu gehört ein möglichst schonender Umgang mit allen Pflanzen und Tieren
Vermeidung von unnötigem Lärm! Nicht der „schnelle Event“ steht im Vordergrund sondern das Naturerlebnis, das es den Gästen auch zu vermitteln gilt. Der Canyonführer übernimmt hier eine nicht unerhebliche Vorbildrolle.
Soweit möglich, sollte das Gewässer in der Schlucht nicht verlassen werden, da die Uferbereiche i.d.R. wesentlich trittempfindlicher sind. Der Bereich der stärksten Strömung beherberg meist die widerstandsfähigsten Tier- und Pflanzenarten.
Beim Abseilen sollten immer vorhandene Sicherungs-vorrichtungen verwendet werden und nicht direkt über Bäume abseilen. Durch das Seil werden u.U. seltene Flechten sowie die Rinde beschädigt. Dies gilt es zu vermeiden.
Naturhöhlen im Canyon sollen nicht betreten werden. Diese dienen als Rückzugsorte für gefährdete Tierarten.
Beim Gehen im Gewässer sollten möglichst wenig Steine bewegt werden, da dies zum Verdriften von Kleintieren führt.
An Rutschstellen sollten alle Gäste dieselbe "Route" wählen, um so das Abrutschen von Aufwuchsalgen und Kleintieren möglichst gering zu halten.
Beim Abseilen hinter Wasserfällen sollte auf eventuell vorhandene Wasseramselnester geachtet werden. Dies ist primäre Aufgabe des Canyonführers. Die Seilführung ist nach Möglichkeit darauf abzustimmen.
Nester von Wasseramseln an Schluchtwänden sind im Frühsommer (bis ca. Mitte Juli) möglichst weiträumig zu umgehen, da die älteren Jungvögel bei Störungen in Nestnähe vorzeitig das Nest verlassen können und so ihre Überlebenschancen stark sinken. Die Umgebung von Wasseramselnestern ist in dieser Zeit möglichst rasch zu verlassen.
An Umgehungsstellen außerhalb des Gewässers sollte grundsätzlich immer nur eine Route benutzt werden, um die geschädigte Fläche möglichst gering zu halten. Dies gilt auch für Abseilstellen.Ansprechpartner für weitergehende Fragen ist die CNU der CEC-Deutschland e.V.vertreten durch Jürgen Pilger.
21.07.2002
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Kalender |
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Frühjahrstermine 2007
For all dates of 2007 please visit: www.cic-canyoning.org
Herbsttermine 2006
WW-Ausbildung Wildwater 08.09.-10.09.06 € 240 (Ü. u. VP exkl.) D/Augsburg
Modul 1+2b 08.09.-22.09.06 € 1180 (Ü. u. VP exkl.) D/Augsburg A/Vorarlberg Fortbildung Update b 23.09.-24.09.06 € 90 (Ü. u. VP exkl.) CH/Tessin
Modul 3b 27.09.-06.10.06 € 850 (Ü. u. VP exkl.) F/Alpes Maritimes Modul 1+2JP 23.10.-05.11.06 Japan
Instruktoren- treffen 10.11.-12.11.06 D/Augsburg
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